Bisher bestätigt:

MONOCHROME (Transsolar)
DELBO (Loob Musik)
AUDREY (SWE) (Tender Version)
HIDALGO (Tapete Rec.)
NOËL (Lok Musik)
SEIDENMATT (Sinnbus)
BARRA HEAD (DK) (PlayRec)
WOLKE (Tapete Rec.)
HUND AM STRAND (Teenstag Rec.)
TORCHOUS (Sinnbus)
I MIGHT BE WRONG
SIVA
KLINKER & PETULA
SUMO
CONDRE SCR
MALMØ



< Startseite
NOËL


Als John-Lennon-Stimmenimitator könnte Noël Rademacher Preise gewinnen. Er bringt aber zudem die Fähigkeit mit, Songs zu schreiben, die der Frische von ›Rubber Soul‹ und der Tiefe von ›Plastic Ono Band‹ mehr als nahe kommen. So, wie hier Noël seinen akzentfreien Gesang auf das selbst eingespielte Instrumentarium (Bass, Schlagzeug und - zumeist gezupfte – Akustikgitarre) abgestimmt hat, lässt außerdem an Elliott Smiths Solo-Streich ›Either/Or‹ denken. Allerdings stand ihm beim Gestaltwerden der elf Songs im Produzenten und Multiinstrumentalisten Sören Schrader noch ein kongenialer Partner zur Seite. Dieser hat in der Berliner Indie-Pop-Szene zwar noch nicht allzu viel Spuren hinterlassen, kann aber auf zahlreiche Hörspiel- und Theatermusiken verweisen (man höre die MP3-Files auf www.sing-sing.de!)und gehört seit zwei Jahren der instrumentalen Postrockband Gaston an. Dort bedient Schrader vor allem das Vibraphon, das in den fantasiereichen Arrangements auf ›Wrong Places‹ ebenfalls oft zum Einsatz kommt und besonders auf ›Rahel Says‹ für High Llamas-verwandte Stimmungen sorgt. Viele der Stücke sollen bereits Mitte der Neunziger komponiert worden und den hier partiell beteiligten Mina- & Contriva-Mitgliedern seit Urzeiten vertraut sein. Die folgenreiche Begegnung Noëls mit Sören Schrader fand aber erst im neuen Jahrtausend statt und bei Liedern solch hoher Qualität spielen zeitliche Verzögerungen ohnehin keine Rolle. Noëls Leben mag ihn an einige ›Wrong Places‹ geführt haben, sein Album hätte nun zwischen den besten Werken von Stephen Duffy und Sean O’Hagan aber den richtigen Platz. (Intro)

_

Offizielle Website

Marvin Greselda Reads.mp3